Posted

in

Updated

Bahn-Verspätung: Freiumschlag für Fahrgastrechte selbst drucken

Wenn die Deutsche Bahn Verspätung hat oder ein Zug ausgefallen ist, kann man unter bestimmten Voraussetzungen von der Bahn einen Teil des Ticketpreises erstattet bekommen. Seit Mitte 2021 geht das auch digital, z. B. über die App „DB Navigator“. Weitere Infos dazu findest du hier.

Manchmal ist man jedoch trotzdem noch gezwungen, einen Antrag per Post einzureichen. Das ist z. B. immer dann der Fall, wenn dein Ticket nicht digital erfasst ist. Hast du beispielsweise das Deutschlandticket auf einer Chipkarte bei einem lokalen Verkehrsunternehmen erworben (und nicht direkt online bei der DB gekauft), kannst du dieses Ticket meistens nicht in deinem Bahn-Account oder der DB-Navigator-App hinterlegen. Nur für hinterlegte Tickets kann man die Fahrgastrechte online geltend machen.

Damit man in einem solchen ärgerlichen Fall nicht auch noch das Porto für den Antrag selbst zahlen muss, zeigen wir in der folgenden Anleitung, wie man einen Freiumschlag mit einem Epson EcoTank Drucker (ET-3750) auf Briefumschläge im Format DIN lang 110 mm x 220 mm (ohne Fenster) druckt. Die Anleitung ist ohne Probleme auch auf andere Druckermodelle übertragbar.

Fahrgastrechte-Formular per Post

Möchtest du einen Fahrgastrechte-Fall per Post geltend machen, findet du hier weitere Informationen von der Deutschen Bahn.

Das Fahrgastrechte-Formular kannst du am Computer/Smartphone ausfüllen und ausdrucken. Zusammen mit eventuellen Belegen musst du dieses dann an das Servicecenter Fahrgastrechte schicken. Damit dir dafür keine Portokosten entstehen, kannst du dir einen Freiumschlag der DB ausdrucken. Hast du häufiger Verspätungen oder Zugausfälle und möchtest das Papierformular kostenlos verschicken, kannst du dir ein paar Umschläge auf Vorrat ausdrucken.

Um die Vorlage für den Freiumschlag von der Deutschen Bahn zu drucken, benötigst du ganz normale Standard-Briefumschläge im Format DIN lang 110 mm x 220 mm (ohne Fenster).

Umschläge in Drucker einlegen

Im nächsten Schritt legst du die Blanko-Umschläge in die Papierkassette des Druckers ein. Ich zeige es hier beispielhaft an einem Epson EcoTank ET-3750; bei anderen Druckermodellen sollte es ähnlich funktionieren.

  • Zieh die Papierkassette heraus und entferne eventuell vorhandenes Druckerpapier.
  • Lege dann den Umschlag bzw. den Stapel von Umschlägen so ein, dass die Umschlaglasche nach oben zeigt und sich diese auf der linken Seite befindet (siehe Foto). Hier wurden Standard-Umschläge der Größe DIN lang 110 mm x 220 mm verwendet.
  • Schiebe dann die blaue Führungsschiene zusammen, sodass die Umschläge mittig und an der zum Drucker zeigenden Kante ausgerichtet sind.
  • Schiebe die Papierkassette zurück in den Drucker.

Der Drucker erkennt jetzt automatisch, dass neues Papier eingelegt wurde und erfragt am Display das entsprechende Papierformat. Um die Auswahl für zukünftige Drucke zu vereinfachen, legen wir einen Papierformat-Favoriten an:

  • Gehe auf „Fav.Pap.Einst.“, anschließend Taste „OK“ drücken.
  • Im folgenden Bildschirm gehe runter zu „Favoriteneinstellung 2“ und drücke die Taste „>“ (Pfeil nach rechts).
  • Wähle dann bei Papiergröße den Eintrag „Umschlag DL“ und bei Papiertyp den Eintrag „Umschlag“.
  • Hast du das getan, sollten deine Einstellungen wie im 6. Foto aussehen. Bestätige die Favoriteneinstellung mit „Fertig“.

Ab jetzt steht dir die gerade angelegte Favoriteneinstellung zur Schnellauswahl zur Verfügung. Wähle diese jetzt aus, indem du bei „Favoriteneinstellung 2“ auf die Taste OK drückst. Du siehst, dass die Einstellungen im Bildschirm „Papierkassette“ übernommen wurden und kannst dies mit „Fertig“ bestätigen.

Freiumschlag drucken

Lade dir jetzt das kostenlose Adress-Label für den Freiumschlag hier herunter. Lass dich nicht von dem „Bitte freimachen“ abschrecken: Es ist nur eine Bitte und kein Muss! Entscheidend für den portofreien Versand ist, dass der Schriftzug „Deutsche Post ANTWORT“ im Adressfeld aufgedruckt ist. Du benötigst also keine Briefmarke!

Öffne das PDF mit deinem PDF-Reader. Auch wenn das Dokument zweiseitig ist, reicht es, nur die Vorderseite des Umschlags zu bedrucken.

Öffne den Druck-Dialog in deinem PDF-Programm. Im Folgenden siehst du den Dialog im PDF-XChange Editor; bei anderen PDF-Readern wie Adobe Acrobat Reader sollte es ähnlich aussehen. Wähle deinen Drucker aus (1) und klicke auf „Einstellungen…“ (2).

Achte darauf, dass in den Druckereinstellungen (hier ein Epson EcoTank ET-3750) folgende Einstellungen gewählt sind:

  • Dokumentgröße: Umschlag DL 110 x 220 mm
  • Ränder minimieren: Haken setzen
    • entsprechende Warnmeldung bestätigen (siehe Screenshot)
  • Ausrichtung: Querformat
  • Druckmedium: Umschlag

Das Format des PDFs hat leider nicht die Standardgröße 22 cm x 11 cm, sondern ist aufgrund der Druckmarken etwas größer. In der Druckvorschau sehen wir daher schon, dass mit den aktuellen Einstellungen Teile des Umschlags abgeschnitten sind.

Das können wir lösen, indem wir „Seiten automatisch zentrieren“ (2) auswählen. Außerdem wollen wir nur die Vorderseite des Umschlags drucken, daher muss du zusätzlich noch angeben, dass nur die Seite 1 gedruckt werden soll (1).

Überprüfe anhand der Druckvorschau, ob der Umschlag komplett im druckbaren Bereich liegt. Sollte doch etwas im rot markierten Rahmen liegen, musst du ggf. die Größenanpassung und Vergrößerung manuell ändern (3). Klicke anschließend auf „Drucken“ (4) und bestätige die eventuell erscheinende Warnmeldung zum überschrittenen Druckbereich.

Der selbst gedruckte Freiumschlag für das Fahrgastrechte Formular sieht dann so aus:

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Consent Management Platform von Real Cookie Banner